Vorgeschichte

Schon oft haben mich Freunde und Kollegen gefragt:
"Und, hast Du auch schon eine Homepage ?
Habe meine letzte Woche ins Netz gestellt !"

Man kann nicht gerade sagen, dass ich nichts mit Computern am Hut habe,
da ich sicherlich schon einige zusammengebaut habe und auch im Freundeskreis
den einen oder anderen Rechner wieder an den Start gebracht habe.
Somit habe ich in meinem Leben sicherlich die eine oder andere Stunde vor dem
Computer oder mit dem Kopf im Computer verbracht. Aus vielen
"Schatz, nur fünf Minuten", sind somit sicherlich die eine oder andere Stunde
oder sogar Nacht geworden.

Viele Programme liefen meist erst zufriedenstellend, wenn man diverse Parameter umgestellt hatte.
Zusätzlich musste man nicht selten den einen oder anderen "Plug-In" (Programmerweiterung) installieren,
den man von irgend einer Homepage geladen hatte, nach der man zuvor tagelang danach im Netz gesucht hat.
Von diesen "Plug-In's" spielte dann aber nur eine ganz bestimmte Version mit meiner Hardware
zusammen und vertrug sich dann aber nicht mit der restlichen Software auf meiner Festplatte.

Oft habe ich mich gefragt:
"Habe ich nichts besseres zu tun ? Warum tut man sich so etwas überhaupt an ?
Ist es nicht viel schöner einfach nur im Biergarten zu sitzen, sich die Sonne
auf den Bauch scheinen zu lassen und dabei ein kühles Weizenbier zu trinken ?"

Sicherlich ja, aber ab und zu ärgert es einen ja doch, dass Kollegen alles ans laufen bekommen
und wie wild herumprogrammieren. Man selbst bekommt Programme gerade einmal gestartet
und nutzt nach monatelanger Einarbeitungszeit 5-10 % von dem, was ein Programm leisten kann.
Und dann soll man eine Homepage programmieren und sich mit "HTML-Editoren" herumschlagen
von denen man keine Ahnung hat ?
Wozu brauche ich eine Homepage ? Hat man etwas zu sagen was eventuell den Rest der Welt
interessiert ? Die richtige Idee, was ich im Netz verbreiten könnte, stellte sich nicht ein.

Im letzten 3/4 Jahr, wurde ich jedoch in ein Computer- und Softwareabenteuer entführt.
Und dort entdeckte ich endlich das Thema für die Homepage. Vielleicht kann ich so jemandem
viele, viele, sehr viele unnötige Stunden am PC und im Netz ersparen. Vorausgesetzt, er findet
durch Zufall meinen privaten "Leidensweg" im Internet. Denn eigentlich findet man ja selten das
was man sucht, aber dafür all das was man eigentlich nicht sucht.

Dies ist die Geschichte:
"Wie bringe ich einen Urlaubsfilm nicht einfach hintereinander kopiert auf eine Videokassette,
sondern "super Hipp" auf eine CD, so dass man sie beim Besuch der Familie oder der Freunde
auf dem DVD-Spieler in Super-Qualität stolz auf dem Fernseher vorführen kann? Der ganze
Aufwand zur Erstellung dieser CD soll natürlich am besten "nur fünf Minuten" in Anspruch nehmen.
Mit diesem Gedanken beginnt meine kleine Geschichte."

Aber eigentlich begann alles, als mein erster Sohn zur Welt kam.
Wer selbst Kinder hat, weiß dass man am Anfang tausende Fotos macht, weil man alles, aber auch
wirklich alles für die Ewigkeit festhalten möchte. So war es auch bei uns. Und so fotografierten
wir auf Teufel komm raus. Ganze Fernsehkartons füllten sich mit Fotoalben.
Es war schon eine logistische Glanzleistung alles in unserer Wohnung unterzubringen.
Aber egal, es wurde weiter fotografiert. Und als unser zweiter Sohn zur Welt kam, ging es munter
weiter. Die Kinder von oben, von unten, von rechts und natürlich von links.
So geschah es dann, das meine Schwiegermutter aus der Eifel eines Tages bei einem Gewinnspiel
vor einem Supermarkt eine analoge Video 8 Kamera von Sony gewann. Wir ergriffen sofort die
Gelegeheit und haben uns an einem Wochenende die Kamera ausgeliehen und nur in Ausnahmefällen
zurückgegeben. So entstanden die ersten analogen Videofilme von unseren Kindern und uns.
Auf diese Weise kamen dann zu den zahlreichen Fotos auf Papier auch noch zahlreiche analoge Video 8 Filme.
Jeweils zu Weihnachten erhielten dann die Großeltern und Tanten immer einen Jahresrückblick
über die Aktivitäten ihrer Enkel- und Patenkinder. Natürlich einfach von der Videokamera
hintereinander auf eine VHS-Videokassette kopiert. Ach ja, der Vor- und Nachspann wurde vom
Computerbildschirm abgefilmt. Schnell wurde jedoch klar, dass die so entstandenen Videokassetten
von der Qualität nicht das Ei des Columbus waren. Besonders, wenn man um Zeit zu sparen den so
mühsam zusammen kopierten Videofilm einfach von VHS-Videorecorder auf einen anderen
VHS-Videorecorder kopierte. Diese Videofilme der "zweiten Generation" waren qualitativ nicht wirklich
sehenswert, begeisterten aber dennoch die stolzen Großeltern. Meinen Ansprüchen genügten sie aber
schon bald nicht mehr. So mußte also eine andere Lösung her.

Meine Studien im Internet ergaben, dass eine echte Alternative Digital8 oder Mini DV sei.
Die Mini DV Kameras erschienen mir einfach zu winzig und zu teuer. Bei einer Digital8 Kamera hat man
richtig etwas in der Hand, Bild- und Tonqualität sind als sehr gut zu bezeichnen, wenn man bei ausreichenden
Lichtverhältnissen filmt. Der Preis ist eigentlich auch angemessen und ein entscheidender Pluspunkt ist die
Tatsache, dass man die analogen Video 8 Filme in der Digital8 Kamera abspielen kann und so eine ganz
einfache Lösung hat, um die ersten analogen Video 8 Filme zu digitalisieren. Somit entschied ich mich für
eine Digital 8 Kamera. Und zwar für eine Sony DCR-TRV 120E. (Was man sich kauft, muss jeder für sich
selbst entscheiden. Braucht man DV-IN, einen Memory-Stick, ein LCD-Farbbildschirm,...?)

Sony DCR-TRV 120E
Hi8 Video Band
Sony DCR-TRV 120E
Hi8 Videokassette zur
Aufnahme im Digital8 Format

Weitere Infos unter: http://www.sony.de/produkte/index.html

Sie ist, von der Ausstattung her gesehen, das zweitkleinste Model von Sony, kann aber all das, was ich brauche.
Sie hat keinen Memory-Stick, um Bilder abzuspeichern (brauche ich auch nicht), aber einen kleinen 6,35 cm
LCD-Farbbildschirm, welcher sich als sehr praktisch und sinnvoll herausgestellt hat. Sie hat nur einen
DV-Out-Ausgang und keinen DV-In-Eingang. Warum dies für mich kein Problem darstellt, erkläre ich einige
Abschnitte später. Gezahlt habe ich in einer Angebotsphase ca. 1.500 DM (Stand: Dezember 2000).
Jetzt konnte digital drauflos gefilmt werden. Was wir dann auch machten. Jedoch ist es sinnvoll sich einmal
das ganze Handbuch durchzulesen, damit man weiß, was die Kamera alles zu bieten hat. Ob man das wirklich
alles nutzt, sei einmal dahingestellt. Aber es ist ein schönes Gefühl, wenn man weiß das man es könnte,
wenn man nur wollte. Die Kamera hat auch bestimmte Grundeinstellungen die man nach Bedarf verstellen kann.
Eine dieser Grundeinstellungen, sollte man auf jeden Fall umstellen. Und zwar die Auflösung für den Ton.
Diese steht voreingestellt auf 12 Bit und kann auf 16 Bit umgestellt werden. Wenn man so wie ich den
Videofilm im Computer digital nachbearbeiten möchte und ihn später noch in der Datenmenge reduzieren möchte,
sollte man mit einer hohen Auflösung beginnen, sonst bleibt zum Schluß nicht mehr viel vom Ton übrig.
Oder es kommt zu den tollsten Effekten, die jedoch nicht schön anzuhören sind.
Hat man jetzt einige Aufnahmen gemacht, kommt man auch schon gleich zur Aufgabenstellung.
(Ich rate am Anfang erst einmal ein kurzes Projekt zu erstellen, so ca. 5 Minuten, damit man sehen kann,
ob sich der ganze Aufwand für einen überhaupt lohnt und man sieht wie die Arbeitsabläufe sind.)

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